JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval

Besucher


Gesamtanzahl:156626
There are no translations available.

 

Sie waren noch nie auf einer Hunde-Ausstellung
und sind dementsprechend ratlos?


Keine Sorge, Ausstellen ist im Prinzip ganz einfach
und es macht auch noch Spaß.

saarbr2009

 


Wir haben Ihnen die wichtigsten Zutaten für eine gelungene Präsentation
Ihres vierbeinigen Freundes zusammengestellt. Die Tipps sind sicherlich
nicht vollständig und sollen Ihnen lediglich als Grundorientierung dienen.

Allerdings weisen wir darauf hin, dass aus unseren Empfehlungen keine
Garantie für den Platz auf's Treppchen entsteht und schon gar keine
rechtlichen Schritte gegen uns unternommen werden können.

Das MUSS:

Ihr Hund
sollte gesund, wohlgenährt und gepflegt zur Ausstellung erscheinen.
Aber das ist er ja das ganze Jahr – bei Ihrer tollen Pflege!

Denken Sie daran, folgende Dinge für Ihren Hund mitzunehmen:

- Wasser
- Trinknapf
- Decke
- Leine
- und eventuell ein paar Leckerli
  
(bitte nicht während des Bewertens im Ring füttern!)

Und packen Sie eine ordentliche Portion Geduld ein. Hektik überträgt
sich auf den Hund und dann läuft er nur noch halb so toll wie
draußen auf der Wiese.

Was muss Ihr Hund können?
Um eine harmonische Präsentation Ihres Hundes im Vorführring zu
erreichen, soll der Hund im Trab neben Ihnen laufen. Stimmen Sie Ihre
Geschwindigkeit auf die des Hundes ab bzw. motivieren Sie Ihren Hund,
wenn er nicht flott laufen möchte. Das geht am besten zuhause beim
Üben mit Leckerli oder dem Lieblingsspielzeug. Vermeiden Sie wüste
Galoppsprünge, auch wenn sie noch so lustig sind und halten Sie immer
Abstand zu allen anderen Hunden.

Achten Sie darauf, dass der Hund innen läuft, der Richter also den Hund
gut beobachten kann. Sie vergeben sich überhaupt nichts, wenn Sie den
Richter darauf hinweisen, dass Sie das erste Mal ausstellen und er Ihnen
sagen soll, wenn Sie etwas besser machen können.

Wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner ein Dreieck laufen sollen, möchte der
Richter das Laufwerk kontrollieren. Beim Schenkel rechts sieht er den
Gang von hinten, bei dem Schenkel oben von der Seite und beim
Zurückkehren auf dem linken Schenkel die Ansicht von vorne. 

 

Die Kontrolle des Gebisses und - bei Rüden - der Hoden muss dem Richter möglich
sein. Kleine Hunde werden hierzu auf einen Tisch gestellt. Beste Methode für die
Gebisskontrolle: Sie lassen Ihren Hund auf dem Tisch absitzen und stellen sich
hinter oder neben den Hund. Heben die Lefzen links, rechts und vorne, so dass
der Richter alle Zähne kontrollieren kann. 

Stimmen Sie Ihre Kleidung auf den Hund ab.
Schwarzer Pudel vor schwarzem Kostüm kommt ganz schlecht zur Geltung!


Ihre Anmeldung
Sie müssen Ihren Hund spätestens zu dem in den Ausstellungsunterlagen
ersichtlichen Meldeschluss beim Zuchtschauleiter angemeldet haben. Sollten
Sie die Ausstellungsunterlagen der Schau nicht haben, können Sie auch den
"Neutralen Meldeschein" des VDH benutzen
oder den "Neutralen Meldeschein" Ihres Vereins. Wichtig ist, dass Sie
notwendigen Daten deutlich lesbar aufgeführt sind.

In welcher Klasse melde ich meinen Hund?
Dies ist abhängig vom Alter Ihres Hundes.

Jüngstenklasse 6 – 9 Monate
Jugendklasse 9 – 18 Monate
Zwischenklasse 15 - 24 Monate
Offene Klasse ab 15 Monate
Veteranenklasse ab vollendetem 8. Lebensjahr
Championklasse nur mit bestätigtem Champion-Titel
Ehrenklasse nur mit Internationalem Champion-Titel
 

Meldungen in die Championklasse, die Gebrauchshundeklasse und in die Ehrenklasse
sind ausschließlich mit dem VDH-Zertifikat, dem Nachweis der Arbeits- bzw.
Schönheitstitel möglich.

Ein Beispiel: Sie melden Ihren Hund zu einer Ausstellung am 4. Mai 2003. Ihr Hund
ist am 10. September 2002 geboren. Der Hund ist also 7 Monate und 23 Tage alt.
Die Meldung erfolgt in der Jüngstenklasse. Zur Ausstellung am 9. Juni wollen Sie in
die Jugendklasse (möglich ab 9 Monate) melden. Geht nicht – der Hund ist erst
8 Monate und 30 Tage alt. Der Computer ist so programmiert, dass er den
gemeldeten Hund automatisch nur für die zugelassene Altersklasse annimmt.

Abstammungsnachweis (Ahnentafel)
Unbedingt erforderlich sind gültige und anerkannte Ahnentafeln Ihres Lieblings.
Dieses können für in Deutschland gezogene Hunde Ahnentafeln des VDH (Logo siehe unten)
sein, dann sehen Sie die typische Raute mit dem VDH auf den Papieren. Oder Sie
haben Ihren Hund von einem ausländischen Züchter erworben, dann finden Sie das
FCI-Zeichen (Logo siehe unten) auf dem Abstammungsnachweis. 

Nehmen Sie vorsichtshalber immer eine Kopie der Ahnentafel mit zur Ausstellung,
damit Sie gegebenenfalls die Abstammung nachweisen können.

Impfpass
Der Impfpass muss auf den Namen Ihres Hundes lauten, Ihre Adresse enthalten
und die geforderten Impfungen mit Stempel des Tierarztes nachweisen.

Vorgeschrieben ist die Tollwutschutzimpfung, die Impfung gegen SHLP
(Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose) wird dringend empfohlen. 

Änderung der Impfregelung: 

Wie Sie sicher schon erfahren haben, sind einige Tollwut-Impfstoffe auf dem Markt,
deren Schutz länger als ein Jahr hält. Wichtig ist bei diesen Impfstoffen, dass Ihr
Tierarzt das korrekte Datum der Gültigkeit im Impfpass vermerkt hat. 

Kurz: Einlass ohne Probleme mit vom Tierarzt eingetragenem gültigen Impfschutz.

Welpen, die noch nicht tollwutgeimpft sind, können nach wie vor NICHT auf die
Ausstellung verbracht werden.

Der Amtsveterinär bei der Eingangskontrolle hat die Pflicht, offensichtlich
kranke Hunde nicht in das Ausstellungsgelände zu lassen.


- Kopie der Ahnentafel
- Impfpass
- Rückmeldung und (sicherheitshalber)
- Nachweis Ihrer Zahlung (z. B. Kontoauszug, Überweisungsquittung)

nehmen Sie mit zur Ausstellung. Und vergessen Sie Ihren Hund nicht.

Was brauchen Sie sonst noch?
Bereits oben sind die dringlichen Sachen erwähnt.
Jetzt müssen Sie für Ihr eigenes Wohlbefinden sorgen. Was sind Sie für ein Typ?

Sollten Sie humorlos sein, dürfen Sie jetzt keinesfalls weiter lesen!!!

Der Camper
braucht für sein persönliches Wohlbefinden die komplette Familie, Campinggarnitur
und den Gaskocher. Kein Problem bei einer Open-Air-Veranstaltung. In der Halle ist
das nicht ganz so glücklich, eine neue Bekanntschaft steht im Horoskop. Diesmal
in Form des Bezirksbrandinspektors, der partout nicht einsehen will, dass nur frisch
gekochtes Wasser den besten Tee ergibt.
Dass der Platz in der Halle diese üppigen Ausdehnungen nicht zulassen, sei hier nur
am Rande erwähnt.

Die Kaffeekränzchen
gehen nicht zur Ausstellung ohne mindestens ein Blech Kuchen und mehrere Kannen
Kaffee vorbereitet zu haben. Diese Menschen neigen zur Perfektion. Vom Süßstoff
bis zur Kaffeesahne fehlt hier nichts. Schön: Außenstehende kommen oft in den
Genuss, dass sie auch etwas abbekommen. Denn großzügig sind die Kaffeekränzchen-
Typen allemal.

Der Puritaner
geht auf die Ausstellung und hat gerade mal den Hund und seine Papiere dabei. Zu
Essen gibt's vom Kiosk, der Hund schnorrt an allen Industrieständen. Wasser holt
man sich im Vorbeilaufen bei den "Großen", da sind die Schüsseln so schön breit.
Beim Nachhausegehen schimpft er auf die unverschämten Preise für Essen und
Trinken in der Halle und die verschleimten Wassernäpfe bei den Mastini.

Der Rationalist
hat einen Rucksack dabei, den er aufklappen kann zu einem Campingstuhl. In dem
Rucksack sind die von Muttern geschmierten Stullen und der aufblasbare Trinknapf
für Fiffi. Eine Flasche Wasser aus dem heimatlichen Wasserreservoir ist auch dabei,
schließlich soll sich Fiffi ja nicht die Krätze holen. Für Papa gibt's eine Flasche
Sprudel, aber still, wegen der Blähungen. Als Decke nimmt man das rustikale
Lodenmäntelchen. Wer sagt, dass man zu Ausstellungen so viel Zeug braucht?

Der Zu-spät-gekommene
hat gar nichts dabei. Weder Papiere, noch Impfpass, noch Hund. Ist dann stinkend
sauer, weil man ihn nicht mehr bewerten kann. Dumm gelaufen.

Der Nörgler
nimmt grundsätzlich einen Notizblock und die Adresse des VDH mit, um alle
Missstände und Kritikpunkte sofort niederzuschreiben und sich zu beschweren.

Der Gewinner
kommt mit seinem Hund und einem großen Rollwagen. Er räumt alles ab, was er
kriegen kann. Er ist an diesem Tag der am meisten fotografierte, der am
öftesten interviewte – und der, den alle anderen hassen wie die Pest.

So jetzt wissen Sie das Notwendigste, alles andere kommt mit der Übung.

Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß und viel Erfolg. Sollte letzterer sich nicht im
gewünschten Maß einstellen, vergessen Sie bitte eines nicht:

Ihr Hund ist der schönste, der beste und absolut einzigartig.

Quellenhinweis:
Veröffentlichung mit Genehmigung
des VDH-Landesverbandes Franken-Oberpfalz e. V.
und der Autorin Angelika Schön