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Mit Ihrem Zwergpinscher im Urlaub

Auto fahren

Am sichersten reist Ihr Zwergpinscher im hinteren Teil des Autos in einer gut gesicherten Reisebox (Größe ca. H 40 cm x B 40 cm x L 60 cm). Alternativ hierzu gibt es im Handel auch spezielle Hunde-Anschnallgurte (achten sie hier unbedingt auf stabile Metallverschlüsse) oder stabile Trenngitter für Kombis. Selbstverständlich gehört kein Hund in einen geschlossenen, dunklen Kofferraum oder möchten Sie so verreisen?!

Wer seinen Hund im Auto nicht sichert, begeht einen Verkehrsverstoß. Denn ein Verkehrsteilnehmer muss dafür sorgen, dass die Verkehrssicherheit nicht durch Ladung beeinträchtigt wird (StVO § 23). Und Tiere gelten im verkehrsrechtlichen Sinne als Ladung. Verstöße werden mit 35 € Bußgeld geahndet, bei Gefährdung sogar mit 50 € und drei Punkten. Schon bei einem Aufprall mit 50 km/h kann im Pkw das Dreißigfache des Eigengewichts auf einen Körper wirken. Ein Zwergpinscher mit 5 kg entwickelt so bei einem Unfall die Durchschlagkraft von rund 150 kg. So drohen schwerste Verletzungen für Hund und Halter.


Am allerwichtigsten während heißer Sommertage ist die ausreichende Versorgung des Tieres mit Trinkwasser. Denn Hunde haben einen überproportional hohen Flüssigkeitsbedarf. Daran ist besonders zu denken, wenn der Hund bei längeren Autofahrten mitgeführt wird. Eine Thermosflasche mit kühlem Frischwasser sollte deshalb immer zur Hand sein. Im Falle eines Verkehrs-Staus mit längerem Stillstand sollten Sie ein Handtuch mit Wasser durchtränken und über den Hund legen um eine Überhitzung zu vermeiden.

Lassen Sie den Hund möglichst nicht während der Fahrt aus dem Fenster sehen und halten Sie das Fenster, wenn ihr Hund in direkter Nähe sitzt, am besten geschlossen. Es droht sonst eine Bindehautentzündung für die empfindlichen Augen durch den Fahrtwind.

Machen Sie bei langen Reisen ausreichend Pausen, damit Ihr Hund sich „erleichtern“ kann. Geben Sie ihm frisches Wasser. Auch Ihnen werden die Pausen, in denen Sie mit dem Hund spielen oder ein paar Schritte laufen können, gut tun.Legen Sie die Leine griffbereit!

Hund alleine im Auto?

An heißen Sommertagen gelten besondere Verhaltensweisen für die Hundehaltung: Bei Hitze das Tier nicht im Auto zurücklassen. Auch im Schatten wird es im Wageninneren innerhalb kürzester Zeit höllisch heiß.Zudem gibt es in einigen Ländern ein erhöhtes Risiko, dass Ihr Auto gestohlen wird. Nehmen Sie also bitte Ihren Hund auch bei kurzen Pausen aus dem Auto.

Hunde können sich im Gegensatz zu Menschen nicht durch Schwitzen Kühlung verschaffen, sondern nur durch Hecheln. Überschreiten die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit eine bestimmte Höhe, hilft ihnen dies nicht mehr und es droht ein Hitzekollaps mit möglicher Todesfolge.

Wer ein in Not geratenes Tier im Auto entdeckt, sollte umgehend die Polizei informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen. Unverantwortlichen Haltern droht nach § 17 Tierschutzgesetz eine Geldstrafe bzw. eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren.


Fliegen

Zwergpinscher zählen i.d.R. als Handgepäck und dürfen somit in einer luftdurchlässigen Transporttasche mit wasserdichtem Boden in der Passagierkabine reisen.
Bitte beachten Sie: Der Transportbehälter wird mit gewogen (zulässiges Gewicht 5 - 8 kg je nach Fluggesellschaft) und muss von der Höhe und Breite her während des Start- und Landevorganges im Fußbereich unter dem Vordersitz Platz finden können.
Ist dies nicht der Fall, müsste ggf. der Sitzplatz, auf dem die Box befestigt wird, separat bezahlt werden.Meist darf jedoch eine Höchstzahl der mit fliegenden Tiere nicht überschritten werden. Eine frühzeitige Erkundigung bei Ihrer Fluggesellschaft ist daher angeraten.

Bahnreisen

Die Mitnahme von kleinen Hunden (bis zur Größe einer Hauskatze) im Transportbehälter ist unentgeltlich
Für entgeltpflichtige Hunde (die nicht im Transportbehältnis als Handgepäck transportiert werden können) werden die gleichen Fahrpreise wie für zahlungspflichtige Kinder von 6 bis unter 15 Jahren erhoben. Diese Regelung gilt sowohl für den Normalpreis als auch für die Sparpreise.
Größere Hunde sind anzuleinen und müssen einen Maulkorb tragen.
Blindenführhunde und Begleithunde eines schwerbehinderten Menschen sind vom Maulkorbzwang ausgenommen
Bei internationalen Reisen ist für Hunde grundsätzlich der Kinderfahrpreis 2. Klasse zu zahlen.
Für Nachtzug-, CityNightLine und Auto-Zug-Verbindungen gelten besondere Bedingungen.
Für Hunde können keine Sitzplatz-Reservierungen getätigt werden.
(Quelle: bahn.de, Stand 04.2006, bitte erkundigen Sie sich ggf. bei der Bahn über aktuelle Bedingungen.)

Damit die Hundeblase während der Fahrt nicht drückt, sollte man ihn vor der Bahnfahrt Gassi führen und 12 Stunden vor der Fahrt nicht mehr füttern. Möglich ist auch die Wahl einer Nachtfahrt. Am besten lassen Sie Ihren Hund nie allein im Abteil zurück, z.B. um in den Speisewagen zu gehen. Denken Sie daher ggf. daran sich Proviant mitzunehmen.
Über die deutschen Grenzen hinweg gelten i.d.R. die gleichen Vorschriften für die Bahnreise. Erkundigen sie sich jedoch vorab bei Fahrten ins Ausland über abweichende Vorschriften. I.d.R. erhalten Sie Informationen über das jeweilige Fremdenverkehrsamt.


Auf dem Schiff

Da es je nach Land, Schifffahrtsgesellschaft und Schiffstyp (z.B. Fähre, Ausflugsschiff, Kreuzfahrtschiff) unterschiedliche Bestimmungen gibt, erkundigen Sie sich bitte bereits im Vorfeld bei Ihrer Rederei oder in Ihrem Reisebüro.

Nicht nur auf Fähren gibt es große Unterschiede- während bei der einen Fährgesellschaft der Hund (nach Voranmeldung) mit in die Kabine und sich an Deck frei bewegen darf, so muß er bei anderen Anbietern während der gesamten Fahrt in einem Hundezwinger bleiben oder ist gar nicht erst erlaubt.

Viele Kreuzfahrtanbieter verbieten die Mitnahme von Hunden.

Auf Aus?ugsschiffen ist die Mitnahme von Hunden fast immer unter der Bedingung gestattet, dass sie angeleint sind und ggf. einen Maulkorb tragen. Fragen Sie bei dem jeweiligen Anbieter nach.

Bitte beachten Sie, dass auch Ihr Hund seekrank werden kann. Nicht jedem Hund gefällt das schaukelnde Verkehrsmittel.

Am Strand

Entscheidet man sich für den Strandurlaub ist Ihr Hund dankbar, wenn dieser sich im sonnigen Süden nach dem Sonnenstand richtet und morgens, wenn die Sonne noch nicht so brennt, Gassi geht, mittags Siesta hält und abends, wenn es kühler wird einen erneuten Spaziergang unternimmt.

Am Strand selber sollte man seinem Hund auf alle Fälle einem Schattenplatz anbieten (z.B. unter dem Sonnenschirm oder einer Palme) und genügend Trinkwasser mitnehmen (auch Vierbeiner haben bei Hitze einen erheblich höheren Flüssigkeitsbedarf).
Falls Ihr Hund noch nie am Meer war achten Sie darauf, dass er kein salziges Meerwasser trinkt, da dieses zu Erbrechen führt.

Nach dem Besuch am Strand sollten Sie Ihrem Tier das Salzwasser aus dem Fell spülen.
Zu beachten ist ebenfalls, dass auch ein Vierbeiner bei zu langer oder zu starker Sonneneinstrahlung einen Hitzschlag bekommen kann. Dieser kann in schwerer Form zu Koma, Hirnschlag oder sogar zum Tod führen. Da Hunde keine Schweißdrüsen haben und ihre Körpertemperatur lediglich durch Hecheln regulieren können, helfen Sie Ihrem Hund (falls er nicht selber gerne ins Wasser geht) und beugen durch das Auflegen von nassen Handtüchern o.ä. (=Verdunstungskälte) vor.

Um als Hundehalter auch in Zukunft gerne am Strand gesehen zu werden, denken Sie daran die “Geschäftchen” Ihres Vierbeiners ggf. mit einem mitgebrachten “Kotbeutel” zu entsorgen. An manchen Hundestränden (z.B. auf Borkum) sind bereits für diesen Zweck “Tütenspender” am Strandzugang angebracht.

Hunde im Schnee

Wenn die ersten Schneeflocken tanzen, ist kaum ein Vierbeiner noch zu bremsen. Ausgelassen im Schnee herumzutoben und mit Frauchen/Herrchen den Urlaub in den Bergen zu verbringen, was gibt es schöneres?

Bedenken sollte man jedoch, dass dem Vierbeiner der Urlaub wenig gefallen wird, wenn er -während sich Herrchen dem Abfahrtsski oder Snowboardfahren widmet- im kühlen oder im heißen Auto (von der Sonne erhitzt) warten muss. Auch wenn Sie Ihren Hund für diesen Zeitraum in der Unterkunft lassen, so kann man ihn vermutlich ebenso wenig für den Winterurlaub begeistern.

Möchte man auf diese Form des Skiurlaubs nicht verzichten, sollte man sich rechtzeitig (vor Urlaubsantritt) um einen Hundesitter vor (Urlaubs-)Ort bemühen. Da der Urlaub für den Vierbeiner erst richtig schön wird, wenn er mit “seinen Menschen” zusammen ist, sollte man sich überlegen auf das Wandern oder den Langlaufski umzusteigen. Zu beachten gilt hierbei, dass Langlauf mit Hund nicht auf allen Loipen erlaubt oder gerngesehen ist. Glücklicherweise gibt es jedoch noch Orte, meist weit entfernt vom Massentourismus, wo man sich die weißen Landschaften ergleiten kann.

Vielfach werden auch spezielle Hundeloipen (i.d.R. kreisförmige, kurze Loipen für Hundebesitzer am Ortsrand) angeboten, wo sich der Hund frei bewegen kann.
Um Ärger zu vermeiden sollte man Rücksicht auf andere Skiläufer nehmen. Den Hund bei Fuß/bei Ski laufen lassen, eventuelle Hinterlassenschaften von der Loipe entsorgen und auf Wild achten (ggf. lieber anleinen).

Auch für den Vierbeiner ist Langlaufen Ausdauersport, daher daran denken, die Gangarten zu ändern und auf die Kondition des Tieres achten! Ist Neuschnee gefallen sinken die Hundepfoten tief ein und dies könnte einen Zwergpinscher überfordern. An diesem Tag daher lieber eine Ruhepause einlegen.

Auch Wanderungen durch eine verschneite Landschaft auf geräumten, ungestreuten Wegen werden nicht nur Ihren Vierbeiner erfreuen.

Entscheiden Sie sich für einen Urlaub im Schnee sollten Sie Ihrem Zwergpinscher einen wasserabweisenden und luftdurchlässigen Hundemantel (möglichst mit Brustlatz) anziehen. Auch sollte der Hund Gelegenheit erhalten, sich zwischendurch in einer Gaststätte o. ä. aufzuwärmen, um Erfrierungen vorzubeugen. Kurzhaarige Hunde sind kälteempfindlicher als langhaarige. Ohren, Zehen, Schwanz und Hodensack sind wegen ihrer geringen Durchblutung am ehesten von Erfrierungen betroffen. Bleiben Sie mit dem Hund also ständig in Bewegung.

Pfoten und Fell erfordern im Winterurlaub besonderer Pflege. Da gestreute Wege für eine Hundetatze nicht gerade angenehm sind, hilft hier das Eincremen mit Vaseline. Auch gibt es in Tierfachgeschäften “Schuhe” für Hunde zu kaufen. Diese “Booties” helfen auf Schneewanderungen die Füße z.B. vor lästigen Eisklumpenbildungen zu schützen und werden z.B. auch von Schlittenhunden getragen.

Einreisebestimmungen für Hunde

Die Mitnahme von Hunden innerhalb der Europäischen Union (außer Irland, Großbritannien, Schweden, Malta) wurde ab 1. Oktober 2004 vereinheitlicht:
Wer mit seinem Zwergpinscher von Deutschland in sein Urlaubsland innerhalb der Europäischen Union einreisen will, benötigt:
Gültige Tollwutimpfung (Impfung mind. 30 Tage alt, die Gültigkeitsdauer des Impfschutzes richtet sich nach den Angaben des Herstellers, sie muss im EU-Heimtierausweis vermerkt werden; die meisten Impfstoffe sind nun drei Jahre gültig, manche sogar vier Jahre)

Kennzeichnung mit Mikrochip oder gut lesbarer Tätowierung ( Tätowierung ist anerkannt bis 2012)
Einen EU-Heimtierausweis
Im Heimtierausweis werden vom Tierarzt die Impfung, Kennzeichnung und Beschreibung des Tieres eingetragen.

EU-Heimtierausweis

Darüber hinaus zu beachtende Hinweise und zusätzlich spezielle Länderregelungen innerhalb und außerhalb Europas erfahren Sie über die jeweiligen Botschaften/Konsulate oder über den Dt.Tierschutzbund

 

Reisegepäck für Hunde:

Hunde-Reiseapotheke
Heimtierausweis (mit Nachweis über gültiger Tollwutimpfung, Kombi-Impfung, Mikrochip, ggf. Tätowierungsnummer, ggf. amtstierärztl. Bescheinigung (s. Einreisebestimmungen))
Fertigfutter (sichern Sie sich ggf. zuvor ab, ob es das Futter Ihres Hundes auch am Urlaubsort zu kaufen gibt)
Futter- und Trinknapf
Wasserbehälter oder –flasche
Leine, Halsband, Namensschild mit Heim- und Urlaubsadresse, ggf. Maulkorb
Floh-/Zeckenhalsband, Flohspray oder Puder (ggf. bitte Ihren Tierarzt befragen)
Bürste, Kamm
Hundedecke
Hundespielzeug, Kauknochen
Nachweis über Hundehaftpflichtversicherung inkl. Versicherungsnummer
“Doggybag“ oder Plastiktüte zur Kotentfernung